Rauchverbot in Spielstätten ?

13.1.2007 Netztreffer:
Spielstätten sind nach den bisherigen Plänen weder im Bund noch in den Ländern von Rauchverboten bedroht.
Dass dies auch in Zukunft so bleibt, ist das gemeinsame Anliegen der IMA (Internationale Fachmesse Unterhaltungs- und Warenautomaten) und der Interessengemeinschaft Technischer Nichtraucherschutz. Gemeinsam nutzen sie die diesjährige Messe, die ab 16. Januar erstmals in der Landeshauptstadt Düsseldorf stattfindet, um das Thema politisch zu besetzen. Gleichzeitig machen die Interessengemeinschaft und der Messeveranstalter, Reed Exhibitions Deutschland, der Branche konkrete Vorschläge,
was in Spielstätten und Gastwirtschaften getan werden kann, um Belästigungen durch Tabakrauch zu verhindern und ein angenehmes Raumklima für alle Gäste zu schaffen.

So zeigt die Messegesellschaft auf einer Sonderfläche (Halle 8 Stand H 60) eine moderne Glaskonstruktion mit Absaug- und Filtertechnik des hessischen Unternehmens asecos, die es Spielern erlaubt, während des Spielens zu rauchen, ohne dass nebenstehende Spieler zum Passivrauchen gezwungen oder durch Tabakrauch belästigt werden. Die Weltneuheit, die in Düsseldorf erstmals auf einer Unterhaltungsautomatenmesse gezeigt wird, repräsentiert modernste deutsche Technologie. Diese erfasst den Tabakrauch nahe der Quelle, umschließt ihn und reinigt und entgiftet ihn in einem eingebauten mehrstufigen Filtersystem.

Die Interessengemeinschaft informiert Aussteller und Besucher über den aktuellen Stand der politischen Entwicklung. Darüber hinaus sucht sie den Dialog mit den wichtigsten Verbänden, um gemeinsame politische Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Die Verbände der Automatenbranche repräsentieren einen wichtigen Wirtschaftszweig, ihre Stimme hat politisch Gewicht. Deshalb suchen wir auf der Messe den Dialog, erklärt Dr. Hubert Koch, Sprecher der Interessengemeinschaft Technischer Nichtraucherschutz. Dabei steht für die Spielstätten politisch die Arbeitsstättenverordnung im Mittelpunkt der Diskussionen. Nach dem § 5 ist nämlich jeder Unternehmer aufgefordert, seinen Mitarbeitern auf deren Wunsch einen rauchfreien Arbeitsplatz zu Verfügung zu stellen.

Weitere Informationen unter www.rauchfreie-luft.de

1 Kommentar nichtraucherschutz am 14.1.07 11:38, kommentieren

Ist die Zeit heute, Anfang 2007, reif für die Durchsetzung eines konsequenten Nichtraucherschutzes ?

Und das nicht nur in NRW sondern in allen Bundesländern ? Bereits in den neunziger Jahren  hatten wir an der Gründung der Deutschen Nichtraucherliga im Hotel Wittekindshof in Dortmund mitgewirkt.

Damaliger Gastredner war ein Mitarbeiter des Robert Koch Instituts aus Berlin, der den erschienenen Gästen die Gefahren des Rauchens / Passivrauchens mit einem ausführlichen Diavortrag nähergebracht hatte.

Leider waren damals trotz Pressemitteilungen usw. kaum Gäste erschienen, damals interessierte das Thema noch nicht so sehr wie es heute die Öffentlichkeit interessiert.

Es erschienen zwar auch damals einige Presseberichte und Radiointerviews, aber die Gründungsaktion brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Diesen Erfolg wünschen wir heute, ca. 10 Jahre später, allen Initiatoren des Nichtraucherschutzes !

Die Ausgangsvoraussetzungen für erfolgreiche Aktionen wie z.B. für Unterschriftensammlungen für Volksinitiativen oder Volksbegehren haben sich deutlich verbessert. Die Öffentlichkeit ist heute bei dem Thema Nichtraucherschutz sensibler als noch vor 10 Jahren.

In diesem Sinne wünschen wir allen tätigen Intitiatoren, regionalen wie überregionalen Selbsthilfegruppen, Vereinen und Verbänden viel Erfolg.

Wir werden in diesem Sinne weiter über den Ausgang der einzelnen Aktionen berichten.  

2 Kommentare nichtraucherschutz am 6.1.07 13:15, kommentieren

Die Restschuldbefreiung ist die Lösung bei Überschuldung !

Rauchen beruhigt offenbar die Nerven ! Deshalb sind viele hochverschuldete Menschen auch Kettenraucher, die lieber Ihr Geld für die Glimmstengel ausgeben als damit andere Sachen wie z.B. offene Rechnungen für die laufende Baufinanzierung zu bezahlen !

www.Durchblick-Schuldnerhilfe.info

Zur Homepage

nichtraucherschutz am 13.1.07 17:04, kommentieren

Anti-Rauchen

Hier wird einem gezeigt, wie man sich schnell das rauchen
abgewöhnen kann

nichtraucherschutz am 13.1.07 05:23, kommentieren

Rauchen Schadet!!!

1 Kommentar nichtraucherschutz am 13.1.07 05:20, kommentieren

Raucherbeine (nicht lustig!)

Raucherbeine entstehen durch jahrelangen Nikotinkonsum. In
letzter Konsequenz müssen derartige Gliedmassen dann
amputiert werden.
Darum sollte man das Rauchen unterlassen
Mehr unter www.volksbegehren-Nichtraucherschutz.de

1 Kommentar nichtraucherschutz am 13.1.07 05:16, kommentieren

Raucher werden selbstverständlich auch verulkt, wie dieses Comedy Beispiel zeigt.

http://www.myvideo.de/watch/227790

nichtraucherschutz am 13.1.07 05:26, kommentieren

Wirte am Oberrhein wollen rauchfreie Häuser

13.1.2007 Netztreffer: Freiburg - Die Wirte am Oberrhein wollen rauchfreie Häuser.

Deshalb hat sich der Tourismusausschuss der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein (IHK) für ein gesetzliches Rauchverbot in Hotels und Gaststätten, aber auch in öffentlichen Räumen sowie in Transport- und Verkehrsmitteln ausgesprochen. "Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen", sagte Hansjörg Dattler, Geschäftsführer des Schlossberg-Restaurants in Freiburg und Chef des Tourismusausschusses.

Quelle :  www.suedkurier.de

Volltext

nichtraucherschutz am 13.1.07 05:11, kommentieren

Nichtraucher klagen auch Ihre Rechte ein

Mir stinkts - jetzt reicht es - werden manche Nichtraucher gedacht haben, die die nachfolgenden Urteile erstritten haben:  

Urteile, die direkt mit dem Nichtraucherschutz zu tun haben

Rauchen von Zigarren auf dem Balkon ohne Einschränkung erlaubt

  • Amtsgericht Bonn unter Aktenzeichen 6 C 510/98

Rauchen von Zigaretten auf dem Balkon rechtfertigt keine Mietminderung

  • Amtsgericht Wennigsen unter Aktenzeichen 9 C 156/01

Rauchen im Treppenhaus nicht gestattet.

  • Amtsgericht Hannover unter Aktenzeichen 70 II 414/99

Für Beschränkung der Entlüftung überdurchschnittlicher Zigarettenkonsum erforderlich

  • Amtsgericht Düsseldorf unter Aktenzeichen 24 C 6287/99
  • Eine Schachtel Zigaretten am Tag sei nicht übermäßig

Mietminderung bei nicht hinreichender Abdichtung der Zwischendecke gegen Tabakrauch

  • Amtsgericht Münster unter Aktenzeichen 38 C 412/87

20 % Mietminderung wegen Zigarettenrauch aus darunter liegender Wohnung

  • Amtsgericht Braunschweig unter Aktenzeichen 113 C 3869/92

Urteile, die auf den Nichtraucherschutz angewendet werden können

5 % Mietminderung bei Wassereintritt durch undichte Fenster

  • Landgericht Berlin unter Aktenzeichen MDR 82, 671

20 % Mietminderung wegen lärmender Mitmieter

  • Amtsgericht Lünen/Werne unter Aktenzeichen Zw 14 C 182/86

10 % Mietminderung bei Belästigungen durch dichte übelriechende Schwaden eines Wäschetrockners

  • Landgericht Köln unter Aktenzeichen 10 S 201/89 5 bis

10 % Mietminderung bei mit Schadstoffen belastetem Trinkwasser

1 Kommentar nichtraucherschutz am 13.1.07 04:19, kommentieren

Stammtisch Münster

Wir freuen uns immer, wenn sich Nichtraucher mit ihren Stammtischterminen bei uns melden, die wir auch gerne hier veröffentlichen.

Nichtraucher - Stammtisch in Münster Westfalen:

Wir treffen uns immer am 2. und 4. Samstag eines jeden Monats

um 18,30 Uhr in dem Lokal:

"Die Loge"
(neben dem Kreativ-Haus e. V.)

Diepenbrockstr. 30, 48145 Münster.

http://www.juwu.de/

nichtraucherschutz am 12.1.07 19:30, kommentieren

Anwälte wollen klagen

Kennen Sie den ?

Wird ein Anwalt gefragt, wie es ihm geht.

Antwort.

Gut. Ich kann ja klagen !

Auch das Raucherproblem scheint für deutsche Anwälte ein lukratives Betätigungsfeld zu werden.

Immerhin kann ein Anwalt auch im Auftrage eines Mandanten gegen Raucherwinde vorgehen, selbst wenn diese Raucherschwaden  nur durch die die Steckdosen verbindenden Leitungsrohre von Wohnung zu Wohnung gelangen.

Vielleicht sind das die Bewegungsgründe für manche Anwälte, sich im Nichtraucherschutz zu engagieren ?

 

1 Kommentar nichtraucherschutz am 12.1.07 19:05, kommentieren

Das Nichtraucherlied

Wir wurden auf dieses Lied aufmerksam gemacht und räumen diesem Lied einen ganz besonderen Platz ein. Video Nichtraucherlied Textauszug dazu: Immer wieder beschweren sich Nichtraucher über ihre rauchenden Nachbarn. Sie sitzen auf ihrem Balkon - von nebenan kommt Tabakqualm herüber. Sie schlafen bei offenem Fenster - von unten steigt Tabakqualm herauf. Was kann man dagegen tun? Außer einem freundlichen Gespräch mit dem betreffenden Nachbarn hat man wenig Möglichkeiten. Vor allem keine juristischen. Solange das Rauchen im Mietvertrag nicht ausdrücklich untersagt ist, hat der Nachbar das Recht, in seiner Wohnung und auf seinem Balkon zu qualmen. Da helfen dann auch keine Beschwerden beim Vermieter oder gar Mietminderungen. Aber Sie haben auch Rechte! Und zwar das Recht, in Ihrer Wohnung und auf Ihrem Balkon Musik zu hören. Egal, welche Musik. Egal, ob es verschiedene Titel sind oder ob immmer nur das selbe Lied stundenlang wiederholt wird - Hauptsache, die Lautstärke übersteigt nicht die normale "Zimmerlautstärke". Und mit Musik kann man Botschaften übermitteln! Wie zum Beispiel mit dem Nichtraucher-Lied. Hier können Sie es herunterladen und für Ihre privaten Zwecke kostenlos einsetzen. Quelle: www.raucherportal.de

nichtraucherschutz am 12.1.07 15:56, kommentieren

Spezialisten fordern Rauchverbot

Nach dem Scheitern eines bundesweiten Rauchverbotes fordern die Deutsche Herzstiftung und Kardiologen von der Regierung einen neuen anlauf.

"Die Arbeitsschutzgesetzgebung fällt in die Kompetenz des Bundes", teilten die Herzstiftung und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie in Berlin mit.

nichtraucherschutz am 12.1.07 06:21, kommentieren

5 Stunden Seminar: Nichtraucher werden !

Nichtraucher werden in 5 Stunden ?

Seminare mit diesem Inhalt finden bundesweit statt. Zum Beispiel am 14.1.2007 um 10.45 Uhr auch im Knappschaftskrankenhaus in Dortmund.

Folgetermine am: 17.3.2007  und 10.5.2007

Weitere Termine in ganz Deutschland finden sie hier:

http://www.nichtraucher-in-5-stunden.de/

nichtraucherschutz am 12.1.07 06:15, kommentieren

Automatenumstellung abgeschlossen

Köln - Nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Tabakwaren-Großhändler und Automatenaufsteller (BDTA) ist die Umstellung der Zigarettenautomaten auf Altersprüfung erfolgreich abgeschlossen worden.

"Die technische Herausforderung, die auch mit einer Modernisierung des Automatenparks einhergeht, wurde gut gemeistert", so Verbanschef Peter Lind.

Die Zigarettenautomaten in Deutschland funktionieren seit 1. Januar mit der gesetzlich vorgeschriebenen Altersprüfung. Der Automat liest die auf dem GeldKarte-Chip der ec-Karte gespeicherte Altersinformation und gibt Zigaretten nur noch an Kunden ab 16 Jahren aus. So soll sichergestellt werden, dass im Idealfall Kinder und Jugendliche sich nicht mehr an Automaten bedienen können.

In einem technischen, materiellen und logistischen Kraftakt wurde das vom BDTA und der Kreditwirtschaft entwickelte System in den deutschen Automaten installiert. Die Umstellung lief bundesweit ohne nennenswerte Probleme. Nur in Einzelfällen kam es zu technischen Schwierigkeiten.

nichtraucherschutz am 11.1.07 11:12, kommentieren

Nur mit Chip zum Kippenziehen

Abends mal rausflitzen und am Zigarettenautomaten Nachschub ziehen: In der Vergangenheit funktionionierte das reibungslos. Münzen rein und die Lieblingsmarke gewählt - schon rutschte das Päckchen durch den Schacht dem Raucher entgegen. Da kam der neugierige zwölfjährige Enkel genauso fix an die Glimmstängel wie sein nikotinsüchtiger Großvater. Inzwischen ist alles anders. Aus Gründen des Jugendschutzes.

Seit dem Jahreswechsel gibt es in Deutschland keine Zigarettenautomaten mehr, die allein nach dem Einwerfen der Münzen die Räucherstäbchen ausspucken. Erst muss der Kaufinteressent nachweisen, dass er alt genug ist.

"Wir haben schon die dollsten Sachen erlebt."

Günter Nicolai, Tabakwaren Union

Mindestens 16 Jahre muss er sein und eine ec-Karte besitzen, auf deren goldenem Chip das so genannte Jugendschutzmerkmal gespeichert ist. Das ist bei volljährigen Bankkunden automatisch auf dem Chip hinterlegt. Bei Jugendlichen ab 16 wird die Altersangabe und damit die Berechtigung zum Kippen-Ziehen auf eigenen Wunsch und zudem nur mit Zustimmung eines Erziehungsberechtigten gespeichert.

Die heiße Phase der Automaten-Umrüstung habe vor einem knappen halben Jahr begonnen, erklärt der Geschäftsführer der Tabakwaren Union (TU), Günter Nicolai. Das Unternehmen, das zwischen Soltau und Bad Hersfeld, zwischen Erfurt und Paderborn die Automaten aufstellt und bestückt, hat seine Zentrale in Nörten-Hardenberg, eine Niederlassung für die Region in Kaufungen.

Münzen im Kartenschacht

Von den Niederlassungen aus machen sich Service-Teams auf den Weg, wenn ein Gerät streikt oder besser: wenn mal wieder jemand die Funktionsweise der neuen, dem Jugendschutz Rechnung tragenden Automaten nicht begriffen hat. "Wir haben schon die dollsten Sachen erlebt", so Nicolai. Allein in der zurückliegenden Woche habe man bei zehn Geräten aus dem Schlitz für die ec-Karte ein Zwei-Euro-Stück herausoperieren müssen. Um die Münze in die schmale Kartenöffnung zu bekommen, "da braucht man eigentlich einen Hammer", sagt der Geschäftsführer. Aber auch abgebrochene Karten, die den Zugang blockieren, müssen die Techniker hin und wieder herausfischen.

Karte von der Krankenkasse

Auf jedem Automaten stehe eine Telefonnummer. Die Hotline sei 24 Stunden besetzt. Da komme es dann schon mal vor, dass nachts jemand vor dem Automaten steht, mit dem Handy die Raucher-Notfallnummer anruft und sich beklagt, er komme nicht an seine heiß ersehnten Zigaretten. "Viele Leute wissen nicht, wie sie mit der Karte umgehen müssen. Mancher glaubt, es funktioniert auch mit seiner AOK-Karte", sagt Nicolai zu den Anlaufschwierigkeiten.

Die haben auch die Tabakwaren-Großhändler: "Wir haben einen ganz gewaltigen Umsatzeinbruch", erklärt Geschäftsführer Nicolai für sein Unternehmen. Zurzeit liege der Umsatzrückgang bei rund 50 Prozent.

Weil vielen Kunden das neue System zu kompliziert erscheint oder sie glauben, der Automat habe auch Zugriff auf persönliche Daten, meiden sie die Geräte, so die Einschätzung des TU-Geschäftsführers. Dabei könne das Gerät ausschließlich das abgespeicherte Altersmerkmal vom Chip lesen, die Anonymität bleibe gewährleistet. Auch sei es nicht möglich, dass Geld über die Karte vom Konto abgebucht wird. "Dazu müsste ja jeder Automat mit einer Telefonleitung angeschlossen sein."

Nur wenn man den Geldkarten-Chip bei seiner Bank aufgeladen habe, könne der Betrag für die Zigarettenpackung direkt von der Karte gezahlt werden. Ansonsten gelte: Die Karte schaltet für Berechtigte zunächst den Automaten frei, dann wird - wie gehabt - der Kaufbetrag in Münzen eingeworfen und die Glimmstängel-Packung gezogen.

Verbesserung erwartet

Günter Nicolai erwartet nach einer Gewöhnungsphase der Kippen-Käufer eine deutliche Verbesserung: "Ich bin von Haus aus Optimist, ich gehe davon aus, dass sich der Umsatz in den kommenden Wochen erholen wird." Schließlich höre die Kundschaft ja nicht wegen der Umstellung der Automaten auf zu rauchen.

10.01.2007

1 Kommentar nichtraucherschutz am 11.1.07 11:09, kommentieren

Soziale Ungerechtigkeit und Rauchen in der EU

Soziale Ungleichheit und Rauchen in der EU

Tabakkonsum bei Frauen und Männern konzentriert sich in der EU zunehmend in den unteren sozio-ökonomischen Gruppen. Die Prävalenz des Rauchens sowie die Anzahl der gerauchten Zigaretten sind bei Männern und Frauen bedeutend höher, die über ein niedrigeres Ausbildungs- und Einkommensniveau verfügen und einer unteren Gesellschaftsschicht angehören. In vielen EU-Ländern steht besonders bei Männern das Rauchen in direktem Zusammenhang mit sozio-ökonomischer Ungleichheit und einem damit verbundenen vorzeitigen Tod.

Die von der EU im Frühling dieses Jahres gestartete HELP-Kampagne soll nicht nur zum Rauchstopp ermutigen, sondern auch die Kluft in der Raucherprävalenz zwischen den oberen und den unteren sozialen Gruppen verringern.

1. Soziale Ungleichheit und Rauchen: Muster und Trends

Im Jahr 2000 waren EU-weit mehr Männer der unteren sozio-ökonomischen Gruppen Raucher. Die durch Rauchen bedingten Ungleichheiten waren in Nordeuropa am stärksten ausgeprägt, besonders in Großbritannien. Auch in anderen Teilen Europas, besonders in Italien und Spanien, zeichnet sich dieser Trend in der jüngeren Generation ab – wenn auch weniger deutlich.
Laut einer 1998 in Großbritannien durchgeführten Studie sind nur zehn Prozent der Frauen und zwölf Prozent der Männer in der obersten sozio-ökonomischen Gruppe RaucherInnen, während in der untersten Gruppe 35 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer zur Zigarette greifen.

In Ländern mit der längsten Rauchergeschichte, besonders in Nordeuropa, stellt das Rauchen die größte singuläre Ursache für Erkrankung und vorzeitige Mortalität dar. Männer aus niedrigeren sozio-ökonomischen Gruppen haben ein weit höheres Risiko an tabakassoziierten Erkrankungen zu sterben als Männer aus höheren sozio-ökonomischen Gruppen. Darüber hinaus wurden in acht sowohl süd- als auch nordeuropäischen Ländern bedeutende Ungleichheiten hinsichtlich der Lungenkrebssterblichkeit bei Männern festgestellt.

Gesundheit und Lebenserwartung der Bürger stehen stets in engem Zusammenhang mit dem Wohlstand der einzelnen Länder. Mit dem EU-Beitritt ost- und mitteleuropäischer Länder nehmen, verglichen mit dem Niveau in Westeuropa, die Ungleichheiten auf gesamteuropäischer Ebene im Bereich Gesundheit zu.

2. Einflussfaktoren auf das Rauchverhalten

Die meisten regelmäßigen RaucherInnen beginnen während der Pubertät. Bei Jugendlichen mit geringerer Schulbildung, aus armen und sozial benachteiligten Verhältnissen ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie mit dem Rauchen beginnen und süchtig werden. Gründe hierfür sind:

1. geringere Wahrnehmung der Risiken
2. familiärer Einfluss (Eltern oder Geschwister rauchen)
3. geringeres Selbstbewusstsein gegenüber dem Druck von Gleichaltrigen
4. Probleme mit der Familie oder in der Schule
5. psychologische Probleme


Im Erwachsenenalter ist bei Männern und Frauen mit geringer Schulbildung und geringem Einkommen bzw. bei Sozialhilfeempfängern die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie weiter rauchen oder nach einer Entwöhnung wieder mit dem rauchen beginnen.2 In benachteiligten Gesellschaftsschichten ist Rauchen die Norm, es besteht kein Anreiz zur Entwöhnung und möglichen Unterstützungsangeboten wird mit Misstrauen begegnet. Für viele ist Rauchen ein wichtiges Mittel zur Entspannung und Alltagsbewältigung. Es hilft ihnen, mit Stress, Langeweile und Armut besser fertig zu werden. Eine geringere Erfolgsquote bei der Entwöhnung in den unteren sozio-ökonomischen Gruppen ist auf folgende Faktoren zurückzuführen: ein höheres Niveau der Nikotinabhängigkeit bedingt durch eine höhere Durchschnittsanzahl an gerauchten Zigaretten, ein früheres Einstiegsalter, höherer psychosozialer Stress, mangelnde soziale Unterstützung, subjektiv wahrgenommene Hindernisse wie Gewichtszunahme und ein geringeres Selbstvertrauen, um erfolgreich vom Rauchen wegzukommen.

3. Tabak und Armut

Tabak fördert Armut, sowohl auf individueller als auch auf nationaler Ebene. Das Geld für Zigaretten fehlt sozio-ökonomisch Benachteiligten bei der Versorgung grundlegender Bedürfnisse, wie Essen, Wohnen, Bildung und Gesundheit. Sie geben einen größeren Anteil ihres Einkommens für Tabak aus als wohlhabendere Haushalte. Tabak trägt auch zur Verarmung Einzelner oder ganzer Familien bei, da RaucherInnen einem größeren Risiko ausgesetzt sind, krank zu werden oder frühzeitig zu sterben.

Auf nationaler Ebene bedeutet dies riesige wirtschaftliche Verluste infolge hoher Kosten im Gesundheitswesen sowie Produktivitätsverluste aufgrund tabakassoziierter Krankheiten und verfrühter Todesfälle. Die jährlichen Gesamt-kosten für die medizinische Versorgung im Zusammenhang mit Tabakkonsum werden auf sechs bis 15 Prozent der gesamten Gesundheitskosten geschätzt.
Der ökonomische Beitrag der Tabakwirtschaft über Beschäftigung und Steuer-aufkommen wird durch die Kosten, welche den einzelnen Haushalten, dem öffentlichen Gesundheitswesen, der Umwelt und der Volkswirtschaft durch das Rauchen entstehen, wieder aufgehoben.


4. Schlussfolgerung

Die am 27. Februar 2005 in Kraft getretene und bereits von vielen EU-Mitgliedsstaaten ratifizierte WHO Framework Convention on Tobacco Control (FCTC) zeigt die Schlüsselelemente auf, die weltweit umgesetzt werden sollten, um dem Rauchen effizient zu begegnen. Die FCTC stellt die Bedeutung eines sozio-ökonomischen Ansatzes bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen heraus, um die Ursachen zu bekämpfen, weshalb benachteiligte Gruppen zu rauchen beginnen bzw. Schwierigkeiten haben, damit aufzuhören.

Viele Maßnahmen zur Tabakkontrolle sind dafür geeignet, die Gesamtprävalenz des Rauchens zu reduzieren und dabei gleichzeitig in den unteren sozio-ökonomischen Gruppen die größte Wirkung zu erzielen. Dazu gehören Werbeverbote, höhere Zigarettenpreise, Rauchverbote am Arbeitsplatz, kostenfreie Versorgung mit Entwöhnungshilfen sowie Rauchertelefone.

Das Potential der Entwicklung sozio-ökonomisch ausgerichteter Herangehensweisen an die Tabakkontrolle wurde jedoch europaweit noch nicht voll ausgeschöpft, in einigen Ländern wurden nur beschränkt Maßnahmen getroffen.

Angesichts der zunehmenden Ungleichheiten in Verbindung mit dem Rauchen über die letzten Jahre könnte sich die Belastung durch tabakassozierte Erkrankungen künftig zunehmend auf Männer und Frauen der unteren sozio-ökonomischen Gruppen konzentrieren. Diese Gruppen zu erreichen ist oberstes Gebot, soll das Rauchen signifikant eingedämmt werden. Ohne effektive Maßnahmen werden durch das Rauchen bedingte Ungleichheiten vermutlich in den nächsten Jahrzehnten weiter bestehen und sich sogar noch ausweiten.

2 Kommentare nichtraucherschutz am 8.1.07 11:53, kommentieren

Einheitliches Bürgerbegehren gefordert

Der Nichtraucherschutz geht alle an. Eine Forderung:  

Bundesweiter Volksentscheid

Die Einführung des Volksentscheides auf Bundesebene ist das Hauptziel von Mehr Demokratie.

Dafür arbeiten wir mit ganzer Kraft. Bisher hat sich im Deutschen Bundestag zwar noch keine Zweidrittel-Mehrheit für die nötige Verfassungsänderung gefunden. Doch am 7. Juni 2002 hat erstmals eine einfache Mehrheit des Bundestages für die Einführung der Volksabstimmung gestimmt. Dies war ein wichtiger Etappensieg.

In Meinungsumfragen äußern konstant zwischen 70 und 85 Prozent der Bürgerinnen und Bürger, dass sie bei wichtigen Zukunftsfragen mitbestimmen wollen.

Mehr Demokratie fordert auf Bundesebene eine dreistufige Volksgesetzgebung aus Volksinitiative, Volksbegehen und Volksentscheid. Ein Bündnis von 80 Verbänden unterstützt unsere Forderungen.

Volltext:

http://www.mehr-demokratie.de/volksabstimmung.html

 

2 Kommentare nichtraucherschutz am 6.1.07 14:40, kommentieren

HELP - Für ein rauchfreies Leben / Eine Initiative der Europäischen Union

Alle 17 Minuten stirbt in der Europäischen Union ein Mensch an den Folgen des Passivrauchens am Arbeitsplatz

Die gesundheitlichen Schäden durch Passivrauchen sind umfassend nachgewiesen. Offizielle unabhängige Untersuchungen aus verschiedenen Ländern kommen alle zum selben Schluss: Passivrauchen ist eine ernstzunehmende Gesundheitsgefährdung mit Todesfolge.

Im März 2006 haben die European Respiratory Society, das European Heart Network, Cancer Research UK und das Institut National du Cancer (Frankreich) einen Bericht über die Vorzüge eines rauchfreien Europa
veröffentlicht. Mit ‘Lifting the Smokescreen: 10 reasons for a smoke free Europe’ richten sich die vier, im Bereich Raucherprävention aktiven Organisationen an PolitikerInnen in ganz Europa. Ihr Ziel ist es aufzuzeigen, dass mit einer Gesetzgebung, die das Rauchen an öffentlichen Orten sowie am Arbeitsplatz (einschließlich Bars und Restaurants) untersagt, nichts zu verlieren sondern nur gewonnen werden kann.

Kapitel 1 der Publikation untersucht die Anzahl der Todesfälle in der Europäischen Union infolge ischämischer Herzkrankheiten (IHD), Schlaganfall, Lungenkrebs sowie chronisch-obstruktiver Atemwegserkrankungen. Basierend auf einer fundierten epidemiologischen Methode wiesen die Wissenschaftler nach, dass in der Europäischen Union jährlich 79.449 Personen an den Folgen des Passivrauchens sterben: 61.000 davon sterben an IHD und Schlaganfall, mehr als 13.000 an Lungenkrebs und mehr als 5.000 an chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankungen. Mehr als 7.000 der Todesfälle sind auf Passivrauchen am Arbeitsplatz zurückzuführen. In der Hotellerie und Gastronomie verursacht die Exposition gegenüber Passivrauch am Arbeitsplatz einen Todesfall pro Tag.

Konrad Jamrozik, Professor für Epidemiologie, School of Population Health, University of Queensland, der die Studie durchführte, schätzt überdies die Anzahl der Todesfälle der gegenüber Passivrauch ausgesetzten NichtraucherInnen in der Europäischen Union auf 19.242 pro Jahr. 2800 dieser Todesfälle sind auf die Exposition gegenüber Passivrauch am Arbeitsplatz zurückzuführen.

Hierbei handelt es sich um vorsichtige, konservative Schätzungen. Hervorzuheben ist außerdem, dass die Schätzungen Todesfälle im Kindesalter durch Passivrauchen nicht einbeziehen. Nicht mit berücksichtigt sind ferner Todesfälle bei Erwachsenen, deren Ursachen bekanntermaßen auf das Aktivrauchen zurückzuführen sind, ebenso wie die signifikant akute und chronische Morbidität, die durch das Passivrauchen bedingt ist.

Der Bericht ’Lifting the Smokescreen’ steht im Internet zum Download zur Verfügung unter:
www.ehnheart.org. – Publications – Tobacco

Susanne Logstrup
Director European Heart Network


Über ’HELP – Für ein rauchfreies Leben’
HELP ist eine Initiative der Europäischen Kommission. Die Kampagne richtet sich insbesondere an Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren sowie an junge Erwachsene von 18 bis 30 Jahren.

EU-Kommissar Markos Kyprianou hat für die HELP-Kampagne drei Hauptziele definiert:

- Rauchprävention
- Rauchstopp
- Hinweis auf die Gefahren des Passivrauchens

Das Ziel der Kampagne der Europäischen Kommission ‚HELP – Für ein rauchfreies Leben’ besteht darin, die Bürgerinnen und Bürger in den 25 Mitgliedsstaaten durch die begleitende TV-Kampagne sowie verschiedene Aktionen im Rahmen ausgewählter Events davon zu überzeugen, das Rauchen aufzuhören bzw. erst gar nicht damit anzufangen.

 Anmerkungen:

Pressemitteilungen und Hintergrundinformationen sowie Logos und Bilder der HELP-Kampagne stehen im Internet zum Download zur Verfügung unter:

www.help-eu.com

Medienkampagne Help.

Filmclip 1





 

 

1 Kommentar nichtraucherschutz am 6.1.07 12:10, kommentieren

Infos zu Österreich

6.1.2007 Netztreffer:

Österreichische Ärzte fordern Rauchverbot in Lokalen

Ziel: Schutz der Arbeitnehmer in der Gastronomie – Österreich mit Spitzenreiter bei Nikotinbelastung in Lokalen

Ein striktes Rauchverbot in Lokalen nach italienischem Vorbild hat heute die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) gefordert. Die beiden Vize-Präsidenten der ÖÄK, Dr. Walter Dorner und Dr. Othmar Haas kritisierten in einer Aussendung, Österreich habe einen „besonderen Handlungsbedarf“ beim Nichtraucherschutz. Die Nikotinkonzentration in österreichischen Lokalen sei umweltmedizinischen Studien zufolge mit am höchsten in Europa – insbesondere in Bars, Diskotheken und anderen Treffpunkten Jugendlicher. Angestellte in Bars und Restaurants seien einer enormen Nikotin-Exposition ausgesetzt und damit in erhöhtem Maß gesundheitsgefährdet.

„Die Bundesregierung muss dem Nichtraucherschutz eine höhere Priorität einräumen. Dazu gehört der konsequente Schutz der Arbeitnehmer gegen Zigarettenqualm – und zwar auch in der Gastronomie. Jeder Mensch hat ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz“, mahnte der Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Othmar Haas.

Österreich hinke beim Nichtraucherschutz hinterher, so auch ÖÄK-Vize-Präsident Dr. Walter Dorner. Freiwillige Maßnahmen wie die Einrichtung von Nichtraucherzonen in Restaurants seien unzureichend und vielfach in den Lokalen noch gar nicht realisiert. Dorner:„Das ist in einem so vorsorgebewussten Land untragbar. Vor allem, weil wir ja wissen, dass die Gesundheitsschäden auch bei den Passivrauchern enorm sind.“ Im Tabakrauch sind über 50 Karzinogene enthalten, die Passivraucher in Mitleidenschaft ziehen können. Die Gesundheitsgefährdung durch Zigarettenrauch wird von Ärzten daher mindestens genauso hoch wie die Gefährdung durch Feinstaub eingestuft. Da auch regelmäßiges Passivrauchen als karzinogen gilt, ist ein strenges Rauchverbot ein wirksamer Arbeitnehmerschutz. „Es geht uns nicht darum, die Raucher zu bestrafen, sondern die Gesundheit der Nichtraucher zu sichern“, betonte Dorner.

Wie die beiden Ärztevertreter erklärten, hat sich das Rauchverbot in Lokalen in jenen Ländern, die es bereits eingeführt haben, auch als Ausstiegshilfe für Raucher erwiesen. Nach der Einführung des strengen, mit drastischen Strafen belegten Verbots ging in Ländern wie England, Irland oder Italien die Zahl der Raucher zurück. Langfristig reduzieren Rauchverbote laut Angaben der Weltbank die Zahl der Raucher im Schnitt um zwischen vier und zehn Prozent.

Zwtl.: Rauchverbote populärer als ihr Ruf Haas: „Konsequente Programme zum Nichtraucherschutz sind also weitaus populärer als ihr Ruf. Denn sie schützen Nichtraucher und helfen vielen so genannten dissonanten Rauchern - also Menschen die aufhören wollen, zu rauchen – dabei, ihren Vorsatz in die Tat umzusetzen.“ In Österreich wollen über die Hälfte der Raucher das Rauchen aufgeben oder den Tabakkonsum reduzieren.

Aus Sicht der Ärzteschaft entwickeln sich die Zahlen der rauchenden Bevölkerung in Österreich erschreckend: 2,3 Millionen Menschen in Österreich rauchen, rund 14 000 Personen sterben jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. Das Land hat mit die höchsten Zahlen bei den jugendlichen Rauchern. Einen negativen Spitzenplatz belegt Österreich dabei, was die Zahl der rauchenden bis 15jährigen Mädchen angeht.

Tabakrauchen ist eine der Hauptursachen für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebs und international die häufigste vermeidbare Ursache von Krankheit und vorzeitigem Tod. Ein Raucher verliert im Schnitt neun Jahre Lebenszeit. Die Todesrate von Rauchern ist im mittleren Lebensabschnitt zwischen 35 und 69 Jahren dreimal höher als bei Nichtrauchern. Allerdings bringt der Verzicht auf die Zigarette in allen Lebensjahren einen erheblichen Gewinn bei der Lebenserwartung. So können etwa beim Verzicht auf die Zigarette ab 50 noch sechs Lebensjahre hinzugewonnen werden.

Quelle: Ärztekammer

nichtraucherschutz am 6.1.07 11:59, kommentieren