Ärzteschaft

Meinung und Forderungen von 4 Fachgesellschaften

Vier Fachgesellschaften fordern umfassendes Gesetz

MÜNCHEN  Nach dem Scheitern einer bundesweit einheitlichen Regelung zum Nichtraucherschutz wegen verfassungsrechtlicher Bedenken, haben vier medizinische Fachgesellschaften sowie mehrere Bundesländer ein rasches Handeln gefordert.

Ziel sollte nach wie vor eine "bundeseinheitliche, stringente Lösung" sein, sagte der Vizepräsident der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. Max Kaplan, im Anschluß an ein Gespräch mit Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf (CSU).

Angesichts unterschiedlicher Auffassungen in den einzelnen Bundesländern über den Nichtraucherschutz befürchtet Kaplan einen "Flickenteppich" uneinheitlicher Lösungen. "Die Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen ist derart gut belegt, daß der Gesetzgeber sofort handeln muß" sagte Kaplan.

"Der Nichtraucherschutz ist kein föderales Experimentierfeld", betonte Kaplan. Erfahrungen aus europäischen Nachbarländern mit Rauchverbot zeigten, daß ein rigides Gesetz einen bereits in Gang gesetzten Prozeß zum Nichtrauchen beschleunige und eine "Bewußtseinsbildung" und einen "Mentalitätswandel" bewirke.

Unterdessen haben vier medizinische Fachgesellschaften Bund und Länder zu einem raschen, einheitlichen Nichtraucherschutz aufgefordert. "Rauchen ist der zentrale gesundheitliche Risikofaktor in Deutschland", heißt es in einem von den Vorsitzenden der Fachgesellschaften unterzeichneten Schreiben. Adressaten sind Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und die Ministerpräsidenten der Länder.

Verfasser sind die Deutschen Gesellschaften für Epidemiologie, für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, für Sozialmedizin und Prävention sowie die deutsche Sektion der Internationalen Biometrischen Gesellschaft. Sie zählen insgesamt rund 4000 Mitglieder. Die Mediziner sprechen sich für ein Gesetz aus, das das Rauchen nicht nur in öffentlichen Räumen, sondern auch in Gaststätten, Kneipen und Diskotheken untersagt.

 Quelle: Ärzte Zeitung

2 Kommentare nichtraucherschutz am 27.12.06 10:52, kommentieren

Meinung und Forderungen von 4 Fachgesellschaften

Vier Fachgesellschaften fordern umfassendes Gesetz

MÜNCHEN  Nach dem Scheitern einer bundesweit einheitlichen Regelung zum Nichtraucherschutz wegen verfassungsrechtlicher Bedenken, haben vier medizinische Fachgesellschaften sowie mehrere Bundesländer ein rasches Handeln gefordert.

Ziel sollte nach wie vor eine "bundeseinheitliche, stringente Lösung" sein, sagte der Vizepräsident der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. Max Kaplan, im Anschluß an ein Gespräch mit Bayerns Gesundheitsminister Werner Schnappauf (CSU).

Angesichts unterschiedlicher Auffassungen in den einzelnen Bundesländern über den Nichtraucherschutz befürchtet Kaplan einen "Flickenteppich" uneinheitlicher Lösungen. "Die Gesundheitsgefährdung durch Passivrauchen ist derart gut belegt, daß der Gesetzgeber sofort handeln muß" sagte Kaplan.

"Der Nichtraucherschutz ist kein föderales Experimentierfeld", betonte Kaplan. Erfahrungen aus europäischen Nachbarländern mit Rauchverbot zeigten, daß ein rigides Gesetz einen bereits in Gang gesetzten Prozeß zum Nichtrauchen beschleunige und eine "Bewußtseinsbildung" und einen "Mentalitätswandel" bewirke.

Unterdessen haben vier medizinische Fachgesellschaften Bund und Länder zu einem raschen, einheitlichen Nichtraucherschutz aufgefordert. "Rauchen ist der zentrale gesundheitliche Risikofaktor in Deutschland", heißt es in einem von den Vorsitzenden der Fachgesellschaften unterzeichneten Schreiben. Adressaten sind Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) und die Ministerpräsidenten der Länder.

Verfasser sind die Deutschen Gesellschaften für Epidemiologie, für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie, für Sozialmedizin und Prävention sowie die deutsche Sektion der Internationalen Biometrischen Gesellschaft. Sie zählen insgesamt rund 4000 Mitglieder. Die Mediziner sprechen sich für ein Gesetz aus, das das Rauchen nicht nur in öffentlichen Räumen, sondern auch in Gaststätten, Kneipen und Diskotheken untersagt.

 Quelle: Ärzte Zeitung

nichtraucherschutz am 27.12.06 10:52, kommentieren

Meinungen der Ärzte

Macht Rauchen krank ?

Ist Passivrauchen gefährlich ?

Hier erwarten wir konkrete Aussagen dazu !

nichtraucherschutz am 27.12.06 10:18, kommentieren