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6.1.2007 Netztreffer:

Österreichische Ärzte fordern Rauchverbot in Lokalen

Ziel: Schutz der Arbeitnehmer in der Gastronomie – Österreich mit Spitzenreiter bei Nikotinbelastung in Lokalen

Ein striktes Rauchverbot in Lokalen nach italienischem Vorbild hat heute die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) gefordert. Die beiden Vize-Präsidenten der ÖÄK, Dr. Walter Dorner und Dr. Othmar Haas kritisierten in einer Aussendung, Österreich habe einen „besonderen Handlungsbedarf“ beim Nichtraucherschutz. Die Nikotinkonzentration in österreichischen Lokalen sei umweltmedizinischen Studien zufolge mit am höchsten in Europa – insbesondere in Bars, Diskotheken und anderen Treffpunkten Jugendlicher. Angestellte in Bars und Restaurants seien einer enormen Nikotin-Exposition ausgesetzt und damit in erhöhtem Maß gesundheitsgefährdet.

„Die Bundesregierung muss dem Nichtraucherschutz eine höhere Priorität einräumen. Dazu gehört der konsequente Schutz der Arbeitnehmer gegen Zigarettenqualm – und zwar auch in der Gastronomie. Jeder Mensch hat ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz“, mahnte der Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, Dr. Othmar Haas.

Österreich hinke beim Nichtraucherschutz hinterher, so auch ÖÄK-Vize-Präsident Dr. Walter Dorner. Freiwillige Maßnahmen wie die Einrichtung von Nichtraucherzonen in Restaurants seien unzureichend und vielfach in den Lokalen noch gar nicht realisiert. Dorner:„Das ist in einem so vorsorgebewussten Land untragbar. Vor allem, weil wir ja wissen, dass die Gesundheitsschäden auch bei den Passivrauchern enorm sind.“ Im Tabakrauch sind über 50 Karzinogene enthalten, die Passivraucher in Mitleidenschaft ziehen können. Die Gesundheitsgefährdung durch Zigarettenrauch wird von Ärzten daher mindestens genauso hoch wie die Gefährdung durch Feinstaub eingestuft. Da auch regelmäßiges Passivrauchen als karzinogen gilt, ist ein strenges Rauchverbot ein wirksamer Arbeitnehmerschutz. „Es geht uns nicht darum, die Raucher zu bestrafen, sondern die Gesundheit der Nichtraucher zu sichern“, betonte Dorner.

Wie die beiden Ärztevertreter erklärten, hat sich das Rauchverbot in Lokalen in jenen Ländern, die es bereits eingeführt haben, auch als Ausstiegshilfe für Raucher erwiesen. Nach der Einführung des strengen, mit drastischen Strafen belegten Verbots ging in Ländern wie England, Irland oder Italien die Zahl der Raucher zurück. Langfristig reduzieren Rauchverbote laut Angaben der Weltbank die Zahl der Raucher im Schnitt um zwischen vier und zehn Prozent.

Zwtl.: Rauchverbote populärer als ihr Ruf Haas: „Konsequente Programme zum Nichtraucherschutz sind also weitaus populärer als ihr Ruf. Denn sie schützen Nichtraucher und helfen vielen so genannten dissonanten Rauchern - also Menschen die aufhören wollen, zu rauchen – dabei, ihren Vorsatz in die Tat umzusetzen.“ In Österreich wollen über die Hälfte der Raucher das Rauchen aufgeben oder den Tabakkonsum reduzieren.

Aus Sicht der Ärzteschaft entwickeln sich die Zahlen der rauchenden Bevölkerung in Österreich erschreckend: 2,3 Millionen Menschen in Österreich rauchen, rund 14 000 Personen sterben jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. Das Land hat mit die höchsten Zahlen bei den jugendlichen Rauchern. Einen negativen Spitzenplatz belegt Österreich dabei, was die Zahl der rauchenden bis 15jährigen Mädchen angeht.

Tabakrauchen ist eine der Hauptursachen für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten oder Krebs und international die häufigste vermeidbare Ursache von Krankheit und vorzeitigem Tod. Ein Raucher verliert im Schnitt neun Jahre Lebenszeit. Die Todesrate von Rauchern ist im mittleren Lebensabschnitt zwischen 35 und 69 Jahren dreimal höher als bei Nichtrauchern. Allerdings bringt der Verzicht auf die Zigarette in allen Lebensjahren einen erheblichen Gewinn bei der Lebenserwartung. So können etwa beim Verzicht auf die Zigarette ab 50 noch sechs Lebensjahre hinzugewonnen werden.

Quelle: Ärztekammer

nichtraucherschutz am 6.1.07 11:59, kommentieren

Auch in Belgien ändert sich der Gegenwind für Raucher

6.1.2007 Netztreffer: In Belgien ist am Montag ein Rauchverbot in Restaurants in Kraft getreten.

Während Restaurantbesitzer Einkommenseinbußen befürchten, geht Kritikern das Verbot nicht weit genug, da es in Bars und Cafés nicht gilt. „Es gibt nicht genügend politischen Mut, der großen Gruppe von Rauchern entgegenzutreten“, schrieb ein Experte der regierenden Liberalen Partei, Noel Slangen, am Samstag in der Zeitung „De Morgen“.

Dem Gesetz zufolge ist Rauchen in Gaststätten nur noch in abgetrennten Räumen erlaubt, in denen kein Essen serviert wird. Das Gesundheitsministerium kündigte bis zu 25.000 Kontrollen pro Jahr an. Verstöße können mit einer Geldstrafe bis zu 1.650 Euro geahndet werden.

In Irland, Italien, Malta, Norwegen, Schweden und Schottland ist das Rauchen in Bars und Restaurants bereits verboten. England folgt im Lauf des Jahres, Frankreich im Januar 2008. Viele andere europäische Länder haben Rauchern Beschränkungen auferlegt. In Belgien ist das Rauchen am Arbeitsplatz und an vielen öffentlichen Orten seit Anfang 2006 verboten, nachdem freiwillige Maßnahmen keinen Erfolg zeigten.

Quelle. Dieneueepoche  Volltext

1 Kommentar nichtraucherschutz am 6.1.07 02:51, kommentieren

Spanien liegt vorne

5.1.2007 Netztreffer: Nichtraucherschutz - Spanien hat Deutschland längst überholt

Mancher deutsche Politiker blickt derzeit womöglich neidvoll nach Spanien. Die Regierung in Madrid kann ein Jahr nach der Einführung eines der strengsten Antitabak-Gesetze Europas eine erfolgreiche Bilanz präsentieren.

Madrid - Rund 750.000 Spanier haben nach Angaben des Gesundheitsministeriums inzwischen das Rauchen aufgegeben, die Zahl der Herzinfarkte im Zusammenhang mit der Nikotinsucht ist um gut zehn Prozent zurückgegangen. Insgesamt sei der Anteil der Raucher in der Bevölkerung von 25,8 auf 23,7 Prozent gefallen, heißt es.

Quelle: Volltext http://www.zeit.de/news/artikel/2007/01/02/86576.xml

1 Kommentar nichtraucherschutz am 5.1.07 15:55, kommentieren

1.1.2007 Todessrafe für Raucher in der Türkei  ?

Bereits im 17. Jahrhundert drohte Rauchern in der Türkei die Todesstrafe.

 In Rußland schlitzte man dem Delinquenten bei Übertretung der Rauchergesetze die Nase auf.

Heute sind die Maßnahmen zur Bekämpfung des Rauchens bei weitem diffiziler:

Nicht Verbote, sondern eine umfassende gesundheitliche Aufklärung sollen helfen. Die Reklame für Zigaretten ist weitgehend eingegrenzt worden. Tabakwaren werden zunehmend verteuert. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt meist ein strenges Rauchverbot. In den USA wird das Rauchen auch in der öffentlichen Meinung schon seit langem als unsozial geächtet. Erst kürzlich wurde Richard Boeken die Rekordsumme von drei Milliarden Dollar Schmerzensgeld zuerkannt, die der Tabakkonzern Philip Morris zu zahlen hat. Der krebskranke Raucher hatte erfolgreich geklagt, weil er 35 Jahre lang geraucht hatte, ohne über die Gefahren des Tabakkonsums informiert worden zu sein. Bei etwas mehr als zwei Schachteln täglich, kamen 511.000 Zigaretten auf sein Raucherkonto. Sicherlich ist es schwierig, sich vorzustellen, der Mann habe die 25.550 Schachteln geraucht, ohne auch nur den leisen Verdacht zu hegen, seine Lunge könnte Schaden nehmen – aber auf die Urteilsverkündung kommt es hier nicht in erster Linie an. Wichtig ist, dass sich diese Entscheidung einreiht in eine Kette von Maßnahmen gegen das Rauchen an sich. Statistisch gesehen sterben täglich mehr als 10.000 (!) Menschen an den Folgen des Rauchens. Dabei sind der Herzinfarkt und der Schlaganfall neben dem Lungenkrebs die mit Abstand häufigsten Todesursachen.

Quelle: Medizin-Aspekte

nichtraucherschutz am 1.1.07 11:07, kommentieren

USA gehört zwar nicht zur EU, aber dieser Beitrag muss auch seinen Platz haben:

USA: Rauchverbot im eigenen Heim

Raucher müssen draußen bleiben! Das ist Alltag in amerikanischen Bürogebäuden, öffentlichen Einrichtungen und Restaurants. Das strikteste Verbot gilt in Calabasas, Kalifornien. Dort können Nichtraucher, die sich gestört fühlen, Qualmer anzeigen - sei es etwa auch in einem Park. Rauchern droht Arrest.

Wer raucht, fliegt

Und in Michigan hat Howard Weyers Rauchern den Kampf angesagt. Er ist Eigentümer einer Versicherungsgesellschaft. Sein Management-Konzept: Zuckerbrot und Peitsche. Wer beim Rauchen erwischt wird, der fliegt - ganz einfach.

Volltext

nichtraucherschutz am 28.12.06 08:05, kommentieren

Rauchfreies Europa ?

In Deutschland wird über ein Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen diskutiert viel diskutiert. In anderen Ländern ist es längst umgesetzt.

Wie gehen unsere Nachbarn mit dem Nichtraucherschutz um ?

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/inhalt/21/0,4070,4088053-7,00.html

nichtraucherschutz am 28.12.06 07:15, kommentieren

Andere Länder - andere Sitten ?

Was machen unsere Nachbarländer zum Schutz der Nichtraucher ?

9 Kommentare nichtraucherschutz am 27.12.06 10:13, kommentieren