Tabaklobby

Was will uns die Werbung verkaufen ?

Der gute alte Marlboro Cowboy 

Solche Plakate sind aus der Zigarettenwerbung bekannt. Sie sollen dem Konsumenten das Gefühl von Freiheit und Abenteuer vermitteln.
In der Tabakwerbung stehen fünf Themen im Vordergrund:

Unabhängigkeit und Freiheit: Der Marlboro-Mann reitet durch die weite Landschaft, der Camel-Mann schlägt sich allein durch den Urwald. Immer dabei: die Zigarette. Die Werbung suggeriert, dass Freiheit, Abenteuer und Unabhängigkeit - alles Themen, die für Jugendliche besonders interessant sind - und Zigaretten zusammengehören. In Wirklichkeit bedeutet Rauchen das genaue Gegenteil: Abhängigkeit.

Rauchen als „erwachsenes" Verhalten: Eine besonders raffinierte Werbekampagne vor einigen Jahren stand unter dem Motto „Cool Kids can wait.“ Vordergründig darauf angelegt, Jugendliche vom Rauchen abzuhalten, stellte sie das Rauchen als erwachsenes Verhalten dar. Da Jugendliche nichts lieber wollen, als endlich erwachsen zu sein, war dies ein sehr geschickter Schachzug.

Rauchen als „soziales" Verhalten: In der Werbung sitzen Raucher oft in fröhlicher Runde zusammen oder unternehmen gemeinsam etwas. Hier wird Rauchen also als Voraussetzung dargestellt, „dazuzugehören". Jugendliche - mit ihrem ausgeprägten Drang nach Anerkennung in der Gruppe - bekommen so den Eindruck, Rauchen verbessere ihre Chance darauf, in eine Clique aufgenommen zu werden.

Rauchen als „normales" Verhalten: In der Werbung zünden sich die Schauspieler bei alltäglichen, entspannten Handlungen wie der Kaffeepause eine Zigarette an. Der gewünschte Eindruck: Rauchen ist Teil des Alltags, bietet Genuss und Entspannung. Dass in Wirklichkeit die meisten Erwachsenen Nichtraucher sind und sich auch ohne Tabak entspannen können, wird bewusst ausgeblendet. Tatsächlich überschätzen Jugendliche den Anteil der Raucher in der Bevölkerung um das Zwei- bis Dreifache.

Rauchen und Gesundheit: Die Werbung zeigt kühne Abenteuer in unberührter Natur. Und natürlich zeigt sie nur gesunde Menschen. Wörter wie „mild", „leicht", „rein" oder „frisch" sollen wohltuende Wirkungen suggerieren. Jeder weiß, dass Rauchen gesundheitsschädlich ist – aber die Werbung tut alles, um das Rauchen in unseren Köpfen mit schönen Bildern zu verknüpfen. Der hustende, nach Rauch stinkende Arbeitskollege soll so in unserem Gedächtnis verblassen.

Die Ziele der Zigarettenwerbung
Bei allen Diskussionen um die Tabakwerbung geht es stets um folgende Fragen: Was soll die Werbung bewirken und welche Auswirkungen hätte ein Werbeverbot? Die Zigarettenindustrie behauptet, ihre Werbung solle nur Raucher zum Umstieg von einer Zigarettenmarke auf die andere veranlassen. Auf keinen Fall sollten Nichtraucher oder gar Jugendliche zum Rauchen animiert werden. Das ist offensichtlich eine Schutzbehauptung: der Anteil der Markenwechsler bei Rauchern ist sehr klein. Er liegt unter 10 Prozent (Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum, Factsheet Tabakwerbeverbot). Überdies sind darin schon diejenigen Raucher enthalten, die aus Sorge um ihre Gesundheit von „Standard"- auf „Light"-Zigaretten umsteigen. Zigaretten sind nicht wie Waschmittel, die bereits in allen Haushalten verwendet werden. In diesem so genannten „gesättigten" Markt dient die Werbung tatsächlich nur dazu, den eigenen Marktanteil auszubauen. Zigaretten sind jedoch gesundheitsschädlich und führen langfristig bei der Hälfte ihrer Verwender zum vorzeitigen Tod. Täglich hören Menschen auf zu rauchen (in den USA jeden Tag 3500); weitere sterben an den Folgen des Rauchens (täglich 1200 in den USA). Ohne Nachschub würde also der Markt für Zigaretten dort jeden Tag um 4700 bzw. jährlich um 1,7 Millionen Kunden kleiner. Um den Markt stabil zu halten, müssen neue Raucher hinzukommen.

Quelle: DKFZ, Rote Reihe Tabakprävention und Tabakkontrolle: Gesundheit fördern-Tabakkonsum verringern: Handlungsempfehlungen für eine wirksame Tabakkontrollpolitik in Deutschland, 2002.

 

 

 

 

nichtraucherschutz am 2.1.07 11:19, kommentieren

Die Tabaklobby - Ihre Strukturen und politischen Partner

Rauchende Minister sind das Ziel der Tabaklobby. Wissen Sie, welche unserer Politiker Raucher sind ? Die Tabakhersteller wissen es sicherlich ganz genau !

Die Tabaklobby hat sich in den zurückliegenden Jahren eigene Strukturen geschaffen, wie z.B. den Verein Verum.

Der rauchende Politiker Rupert Scholz bezieht z.B. ganz offiziell Gelder vom Verband der Cigarettenindustrie.

"Denn seit vielen Jahren sitzt Rupert Scholz als Stellvertretender Vorsitzender im Stiftungsrat der Stiftung Verum, eine vom Verband der Cigarettenindustrie geschaffene und von ihr finanzierte Einrichtung"

Infolinks zur Stiftung

nichtraucherschutz am 31.12.06 15:40, kommentieren

Verbindungen der Tabaklobby

Hier werden einige Bemühungen der Tabaklobby aufgezeigt, auf deutsche Meinungen Einfluss auszuüben.

http://www.raucherportal.de/manip/manip5.htm

nichtraucherschutz am 31.12.06 16:09, kommentieren

Erfolge der Tabaklobby bei Politikern

Die Erfolge der Tabakindustrie bei Politikern

Am Raucherhimmel sind in den letzten Wochen dunkle Wolken aufgezogen. Schon in diesem Herbst sollte ein Anti-Raucher-Gesetz erlassen werden, das das Rauchen sogar in Gaststätten verbietet. Ein Gruppenantrag der SPD hatte den seit Jahren schwelenden Prozess vorangetrieben. Doch da wurde die Rechnung wohl ohne die starke Tabak-Lobby gemacht. Ein Parlamentarischer Abend beim Verband der Zigarettenindustrie hat offensichtlich Folgen gehabt. Plötzlich wird nicht mehr von totalem Rauchverbot geredet, sondern von der Verbesserung des Nichtraucherschutzes. Die Arbeit der Strategen der Tabakindustrie war erfolgreich, bis an den Koalitionstisch. Die Tischvorlage für das Koalitionsgespräch zum dem Thema ist nämlich identisch mit dem Lobby-Papier der Tabakindustrie. Identisch bis auf die Rechtschreibfehler. Wie das passieren konnte, kann sich plötzlich niemand erklären. Zapp über erfolgreiche Lobbyarbeit im Zentrum der Macht.

Zum Volltext

Zum Filmbeitrag

nichtraucherschutz am 28.12.06 08:59, kommentieren

Sind Politiker beeinflussbar ?

Die Erfolge der Tabakindustrie bei Politikern

Am Raucherhimmel sind in den letzten Wochen dunkle Wolken aufgezogen. Schon in diesem Herbst sollte ein Anti-Raucher-Gesetz erlassen werden, das das Rauchen sogar in Gaststätten verbietet. Ein Gruppenantrag der SPD hatte den seit Jahren schwelenden Prozess vorangetrieben. Doch da wurde die Rechnung wohl ohne die starke Tabak-Lobby gemacht. Ein Parlamentarischer Abend beim Verband der Zigarettenindustrie hat offensichtlich Folgen gehabt. Plötzlich wird nicht mehr von totalem Rauchverbot geredet, sondern von der Verbesserung des Nichtraucherschutzes. Die Arbeit der Strategen der Tabakindustrie war erfolgreich, bis an den Koalitionstisch. Die Tischvorlage für das Koalitionsgespräch zum dem Thema ist nämlich identisch mit dem Lobby-Papier der Tabakindustrie. Identisch bis auf die Rechtschreibfehler. Wie das passieren konnte, kann sich plötzlich niemand erklären. Zapp über erfolgreiche Lobbyarbeit im Zentrum der Macht.

Zum Volltext

Zum Filmbeitrag

nichtraucherschutz am 28.12.06 07:31, kommentieren

Faule Gutachten ?

Die Tabakindustrie mischt ja bekanntlich dem Tabak alle möglichen Substanzen bei, um dem Raucher die Zigarette schmackhaft zu machen, um das Kratzen im Hals  abzustellen und auch um ihn abhängig zu machen.

Daneben gibt es aber noch einen anderen Kriegsschauplatz beim Kampf um das liebe Geld für die Glimmstengel:

Die Gutachter !

Mit von der Tabakindustrie finanzierten Gutachten wird Stimmungsmache im Sinne der Tabakindustrie betrieben.

Ein Beispiel:

Genfer Professor wird von Japan Tobacco bezahlt!

Die Zigarettenfirma Japan Tobacco hat den Genfer Rechtsprofessor Andreas Auer für ein Gutachten bezahlt.

Auer sollte «abklären», ob die Genfer Volksinitiative für rauchfreie öffentlich zugängliche Räume verfassungsmässig seien. Auer meint nein – denn es sei unter anderem nicht bewiesen, dass Passivrauchen schädlich sei.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Zigarettenfirma mit Genfer Professoren zusammenarbeitet: Der Medizinprofessor Ragnar Rylander hat von einer anderen Zigarettenfirma beträchtliche Mittel erhalten, um Daten in einer Untersuchung über das Passivrauchen zu «korrigieren».

Vielleicht bezieht sich Auer auf seinen Kollegen, wenn er meint, die Gefahr des Passivrauchens sei nicht zweifelsfrei erwiesen...? Jedenfalls hat er in einem anderen Gutachten die vom Bundesgericht zurückgewiesene Meinung vertreten, sein Kollege Rylander habe nicht betrogen.

Eine lebensnahere Ansicht vertritt das von pro aere in Auftrag gegebene Gutachten des Zürcher Professors Tobias Jaag, das die Verfassungsmässigkeit und die Verhältnismässigkeit von rauchfreien Räumen bejaht.

 

1 Kommentar nichtraucherschutz am 27.12.06 22:47, kommentieren